Zum Wonnemonat “Mai” hat “Johanna” gestern in ihrem Lichtkommunikations-Blog zur Blogparade aufgerufen. Daran beteilige ich mich sehr gerne, denn ich liebe den Monat Mai, und in diesen Monat gehören für mich auch die Mai-Käfer, denn ihre Haupt-Flugzeit ist, wie der Name schon sagt, der Monat Mai. Deshalb widme ich diesen Artikel den “Mai-Käfern”. Ich habe schon einige Jahre keinen Mai-Käfer mehr gesehen.

Für mich gehören diese Käfer, neben den “Marien-Käfern” zu den hübschen Käfern, obwohl diese noch vor wenigen Jahrzehnten als Krabbeltiere und als Schädling im Wald und auf Feldern gefürchtet waren. Die Mai-Käfer sind Insekten und gehören zur Familie der “Blatthorn-Käfer”, eine der größten Insekten-Familien überhaupt. Zu ihr zählen etwa 20.000 verschiedene Käferarten. Sie werden Blatthorn-Käfer genannt, weil die Enden ihrer Fühler aus kleinen Blättchen bestehen, die sich wie ein Fächer spalten. Sie werden zwei bis drei Zentimeter lang und haben, wie alle Insekten, sechs Beine. Typisch sind ihre brauen Flügel, das schwarze Halschild und das schwarz-weiße Zick-Zack-Muster an der Seite. Ganz besonders auffällig sind die Fühler (was für uns die Nase ist) der Mai-Käfer, an denen man auch Männchen und Weibchen unterscheiden kann. Die Fühler der Weibchen sind deutlich kleiner als die der Männchen.

Die Mai-Käfer leben in ganz Mittel- und Nordeuropa und auch in den gemäßigten Klima-Zonen von Asien. Sie sind vor allem in Laubwäldern beheimatet, weil die Blätter der Bäume ihre Nahrungsgrundlage sind. Das Leben der erwachsenen Käfer ist nur kurz, etwa vier bis sieben Wochen. Die Männchen sterben nach der Begattung und die Weibchen nach der Eiablage. Die Maikäfer waren früher sehr gefürchtet, weil sie in manchen Jahren in großen Mengen auftraten und die Engerlinge, so werden die Larven genannt, einen ganz gewaltigen Appetit haben. Deshalb konnten sie gewaltige Schäden in den Wäldern und in der Landwirtschaft anrichten. Die Larven können ganze Getreidefelder und Gemüseäcker vernichten, weil sie alle Pflanzenwurzeln abknabbern. Erwachsene Käfer können gar ganze Bäume kahl fressen.

Fast unvorstellbar, aber Maikäfer brauchen etwa drei bis fünf Jahre, bis sich aus einem Ei ein fertiger Käfer entwickelt hat und deshalb kommen sie halt alle drei bis vier Jahre häufiger vor. Da in der modernen Landwirtschaft Gifte gegen Insekten verwendet werden und auch durch die modernen Pflüge, kommen Maikäfer kaum noch in großen Mengen vor.

Da sollten wir uns dann vielleicht doch freuen, wenn wir wieder einmal einen Mai-Käfer fliegen sehen. “Reinhard Mey” hat vor vielen Jahren einmal ein “Käfer-Requiem” – Es gibt keine Mai-Käfer mehr – geschrieben:

Ich wünsche mir und euch, dass wir in diesem Mai mal wieder einen Mai-Käfer fliegen sehen.

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  • Liebe Doris,

    letztes Jahr haben wir auf einer Wanderung am Kaiserstuhl welche beobachten können. Einen davon findest Du heute in meinem Blog. Sie sind aber auch bei uns schon äußerst selten geworden. Ich erinnere mich, dass die in meiner Kindheit eine regelrechte Plage waren und dass wir sie – wie bei “Max und Moritz” von Wilhelm Busch – von den Bäumen schütteln konnten. Lang, lang ist’s her :-)

    Alles Liebe,
    Jürgen

  • Liebe Doris,
    vielen Dank für deinen lehrreichen Beitrag zur Blogparade!
    Neben dem Erblühen von zahlreichen Pflanzen gehören auch für mich die Käfer zum Mai.
    Senden wir gemeinsam den Mai-Käfern doch einfach ganz viel Licht und Liebe!
    Einen engelhaften Mai
    Johanna

  • Lieber Jürgen,

    deine Fotos zu deinem “Mai-Post” sind einfach wieder wunderschön. Da empfehle ich jedem einmal einen Ausflug auf deinen Blog “leben – lernen – lieben“. An Max und Moritz habe ich während des Schreibens auch gedacht, doch der Artikel ist ja schon lang genug.

    Krabbelige Grüße
    Doris

  • Liebe Johanna,

    ja, das machen wir, denn was wir alleine vielleicht nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.

    Von Herzen
    Doris

  • Danke für diesen “Mey”-Käfer! :-)
    Eine schöne Woche Dir!

    Es grüßt herzlich,
    Coralita

  • Sehr gerne, liebe Coralita, schöne Lieder schreibt der “Mey”, ich mochte ihn schon immer gerne hören. Auch ich wünsche dir eine wundervolle Woche, auch wenn das Wetter diese Woche nicht gerade wonnig ist.

    Von Herzen
    Doris

  • Hallo Doris,
    leider ist mir auch schon ewig keiner mehr begegnet. Aber ich halte immer Ausschau.

    Liebe Grüße & eine schöne Woche wünscht dir,
    Emily

    • Liebe Emily,

      ich halte auch Ausschau und ich bin mir sicher, dass ich in diesem Jahr wieder mal einem in meinem Garten begegnen werde.
      Hab’ auch du eine schöne Woche.
      Von Herzen
      Doris

  • Coco:

    Huhu Doris,
    gesehen habe ich Maikäfer in diesem Jahr schon, aber noch keinen vor die Linse bekommen, die sind mir bisher nur um die Nase geflattert :o )
    Ein Toller Beitrag, sehr informativ.
    Liebe Grüße, Coco

    • Hallo Coco,
      das ist ja toll, falls es dir einmal gelingt eine oder einen Mai-Käfer zu fotografieren, dann schicke mir doch bitte einmal ein Foto. Das wäre sehr schön.

      Herzliche Grüße
      Doris

  • Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, wann das letzte Mal ein Maikäfer bei mir vorbei geflogen ist. Wirklich schon lange her???
    Genauso wie Jürgen erinnere ich mich an vergangene Tage, als die Medien von einer Maikäferplage berichteten.

    Ich wünsche dir einen wundervollen Tag mit viel Licht und Liebe.

    Von Herzen
    Helmut

  • Lieber Helmut,

    ja, lang, lang ist’s her. Sobald ich einen sehe – versuche ich ihn einmal per Foto einzufangen, denn ich hoffe sehr, dass meine Tochter mir einmal ihre tolle Kamera “ausleiht”, da ich auch gerne ‘mal fotografieren möchte.

    Dir auch einen schönen Tag.

    Herzliche Grüße
    Doris

  • [...] Doris hat gleich zwei sehr interessante Artikel geschrieben: Einen über Maiglöckchen und den anderen über Maikäfer. [...]

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