Wenn die Eltern älter werden … ist ein Rollen-Tausch angesagt … die Zeit der Veränderung ist angesagt …

Die Rollenverteilung ist klar, über viele Jahre waren die Eltern die, die ihren Kindern beim Start ins Leben halfen und sie lange Zeit begleiteten.  Doch irgendwann – mit der Zeit – ändert sich das, denn, wenn die Eltern älter werden, sollten die Kinder ihnen immer mehr zur Seite stehen. Doch das ist für beide Seiten nicht immer so leicht … die “Eltern” müssen lernen, sich helfen zu lassen … und die “Kinder” müssen lernen, anzunehmen und zu akzeptieren damit konfrontiert zu werden, dass ihre Eltern altern – mit allen Konsequenzen, die daraus entstehen -. Es fällt beiden Seiten nicht leicht, denn mittlerweile haben beide Seiten ihre EIGENEN Leben … und Veränderungen das gewohnte Leben zu verlassen fallen  nicht immer so leicht.

Das Selbstwertgefühl der “Eltern” leidet, denn sie wollen nicht auf Hilfe angewiesen sein und die “Kinder” bekommen mehr Verantwortungs- und Fürsorge-Aufgaben dazu. Gar nicht immer so einfach – für beide Seiten -.

Kennst du diesen Rollen-Tausch auch schon ?

Seit Anfang dieses Jahres übe ich mich darin und immer wieder stellen sich mir neue Herausforderungen, die ich gerne und dankbar annehme, auch wenn ich hin und wieder das Gefühl habe, es wird mir etwas zu viel, denn ich habe ja auch noch eine eigene Familie mit einer pubertierenden Tochter. Doch im Endeffekt geht es mir ja nicht anders – als meinen Eltern oder Schwiegereltern -, und ich bin sehr froh und dankbar, dass meine Tochter noch beide Groß-Eltern-Paare hat … und dankbar, dass ich meine Eltern und Schwiegereltern noch habe …

das waren “meine Worte zum Freitag”, denn mich beschäftigt dieses Thema jetzt schön länger … und es tut mir gut, diese Gedanken einmal zu äußern …

Ich wünsche dir einen schönen und friedvollen Freitag … und einen guten Start in das Wochenende …

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  • Da hast Du heute ein sehr schwieriges Thema wie ich finde. Kostet sicher viel Kraft und Nerven..?
    Ich selber kann da nicht mitreden… und ob ich das je machen würde…? ich weiß es nicht.
    Wünsche Dir ein gutes Wochennede, Petra

    • Liebe Petra,
      ja, das ist ein schwieriges Thema, dessen bin ich mir bewusst, und es kostet gelegentlich viel Kraft und Geduld … doch einmal darüber zu schreiben tut – zumindest mir – in der Seele gut …
      herzliche Wochenend-Grüße
      Doris

  • moin doris -
    und schon die gedankliche pause, zurückerinnern und vorausdenken.
    wie möchte ich mein alter erleben?
    jedenfalls lange frei in meinen entscheidungen, nicht gegängelt – von wem auch immer.
    bereits vorausdenkend haben wir unser haus behindertengerecht gebaut, barierrefrei, keine schwellen, treppen und extrabreite türen.

    abhängigkeit bedeutet machtverlust und das passt mir überhaupt nicht.
    auseinandersetzen müssen wir uns alle mal mit thema…
    lg kelly

    • Liebe Kelly,
      das gefällt mir … voraus-denkend … wir haben damals nicht so voraus-denkend gebaut … wir haben uns gesagt, dass wir – wenn es dann soweit sein sollte – uns irgendwo eine kleine Wohnung nehmen, in der wir dann evtl. auch entsprechend betreut werden können … und unserem Kind unser Haus überlassen, falls sie dann möchte … doch wir sind ja auch eine ganz andere Generation als die unserer Eltern … wobei ich das nicht vorwurfsvoll meine … es hat sich halt einiges verändert … und wir leben einfach nicht mehr so wie früher oder in anderen Ländern – in einer Groß-Familie – … m.E. sollten wir versuchen, das BESTE daraus zu machen … für alle Beteiligten … und das ganz OHNE Abhängigkeit voneinander …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Guten Morgen Doris,
    das ist ein ganz wichtiges Thema!
    Meine Eltern sind glücklicherweise noch sehr agil und fit, aber wenn würde ich ihnen natürlich auch helfen, so gut ich kann!
    Leider gibt es ja viele Kinder, die ihre alten Eltern dann im Stich lassen.
    Natürlich muss es zu bewältigen sein, das ist klar. Unter Umständen ist eine Hilfe von außen besser für alle.

    Ein sonniges Wochenende wünsche ich Dir, liebe Grüße
    Katinka

    • Liebe Katinka,
      in der Tat, und wir sollten einfach versuchen heraus zufinden, was für alle Beteiligten die beste Lösung ist … und wenn es dann die Hilfe von außen ist, dann sollten wir versuchen es so anzunehmen …
      herzliche Wochenend-Grüße
      Doris

  • GZi:

    Man kann wohl nicht immer alles richtig machen, man kann es versuchen, man kann auch versuchen, sich zurückzunehmen, beide Seiten werden immer mal wieder unegduldig werden. Ich habe meine Mutter begleitet. Ob ich es gut gemacht habe – damals ja und alle sagen es auch – aber heute in der Erinnerung überkommen mich immer Momente, in denen ich hadere, ich hätte noch viel mehr machen können. ich bgeleite jetzt meinen Vater, der noch sehr agil ist. Väter sind anders, schwieriger. Gäbe es eine Alternative, als da zu sein? Nein, für mich nicht… es sei denn, er würde ausdrücklich darauf bestehen und selbst dann fiele es mir wohl sehr schwer.

    • LIebe Gesa,
      auch ich glaube, dass du es sehr gut gemacht hast und du solltest m.E. nicht mit dir hadern … und jetzt begleitest du deinen Vater … das finde ich sehr schön, auch, wenn es vielleicht noch viel und anders schwieriger ist … Hauptsache ist doch, dass wir überhaupt etwas tun … auch wenn es oft vielleicht nicht so einfach ist … für mich gibt es auch keine Alternative, als da zu sein … und was auch immer kommen mag … wichtig ist doch, dass wir für alle Beteiligten die optimale Lösung finden … oder ?
      Herzliche und mitfühlende Grüße
      Doris

  • Jouir la vie:

    Ich halte das Thema für ausgesprochen wichtig, denn heutzutage sind vielen Kindern die eigenen Eltern nur lästig, vor allem dann, wenn sie ein eigenes Häuschen haben, dessen sie begehren. Viel zu oft muß ich erleben, wie Kinder versuchen mit Hochglanzprospekten ihren Eltern einen tollen Pflegeplatz anpreisen, nicht mal immer in Heimatnähe, um dann schnellstmöglich die Umbaupläne am Häuschen vorzunehmen.
    Es ist in unserer Gesellschaft leider so, dass älter werden kein Zusckerschlecken mehr ist, kein angenehmes verbringen mehr vom wohlverdienten Lebensabend. Die Politik setzt auch immer mehr einen drauf, suggeriert den jungen Menschen dauernd, dass in diesem Land nur der zählt, der was einbringt, ansonsten nur ein Kostenfaktor ist, einer derjenigen, den man im Rennen um Titel eines Exportweltmeisters nicht brauchen kann, nicht will.
    Umso höher sind all jene anzusehen, die gegen diesen Strom der Ablehnung des Alters anschwimmen, sich ihrer Eltern als diese bewußt sind und sich einfach kümmern solange sie da sind. Wobei kümmern natürlich häufig schwierig ist, doch ohne geht es auch nicht.
    Alt werden in Würde ist leider nicht mehr möglich, meistens nicht…

    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

    • Lieber Kvelli,
      ich glaube, dass ist ein Generationen-Problem … und mittlerweile ticken die Uhren diesbezüglich einfach anders … und die Poilitik tickt da fleißig mit … ich gehöre wohl noch zu der Generation, die sich selbst kümmern möchte … doch gleichzeitig ticken mein Mann und ich so, dass wir “selbst” uns denken, dass wir uns irgendwann, wenn es dann soweit ist, in einen “Alters-Sitz” begeben, ohne das unsere Tochter uns einen schönen Hochglanz-Prospekt vorlegen muss … und sie kann dann gerne unser Häusle übernehmen, falls sie überhaupt möchte … ich bin sehr dankbar, dass ich mich überhaupt in der Situation befinde, dass ich selbst entscheiden kann, was im Alter dann mit mir und meinem Mann passiert … und fühle sehr intensiv mit, dass es vielen anderen alten Menschen LEIDER nicht so gut geht … doch ich wünsche mir, dass es viel mehr alterenden Menschen möglich wäre in WÜRDE zu altern … DANKE dir, für deine aufwühlenden Zeilen …
      von Herzen
      Doris

  • Hallo liebe Doris,

    ja kein angenehmes Thema, aber manchmal hab ich auch darüber schon nachgedacht, was sein könnte wenn meine Mami mal nicht mehr so fit und autark ist wie jetzt. Sie lebt mit uns im Haus, nicht weil sie müsste, sondern weil sie will.
    Das würde manches erleichtern wenn die Tücken des Alters vor ihr nicht Halt machen.
    In letzter Konsequenz hab ich das nicht ausgedacht, aber ich musste mich zum Glück auch nicht weiter damit beschäftigen.
    Liebe Grüße
    KErstin
    und ein schönes Wochenende

    • Liebe Kerstin – nostalgia -,
      im JETZT und HIER zu sein ist m.E. das Richtige … alles ANDERE sollten wir auf uns zukommen lassen … schön, dass deine Mutter noch so fit und vital ist … und noch dazu gerne bei euch im Haus lebt …
      herzliche Wochenend-Grüße
      Doris

  • Hallo Doris,
    dies ist ein Rollenspiel, in das wohl jeder einmal schlüpfen wird. Nur wer denkt in unserem Alter schon gern daran? Keiner kann sich, wenn er jung ist, die Gebrechen und Leiden des Alters vorstellen, wir schieben diese Gedanken beiseite, das trifft doch nicht uns!
    Aber die Zeit kommt und mit ihr die Probleme. Ach ja, da wir bei diesem Thema sind. Ich war heut beim Zahnarzt, mein erster Zahn ist futsch. Bleibt zwar drin, aber der Nerv wurde gezogen. Ich werde alt!
    Herzliche Grüße zum Wochenende von Kerstin.

    • Liebe Träumerle-Kerstin,
      ich glaube keiner denkt wirklich gerne darüber nach … mein Mann und ich machen uns schon Gedanken dazu (ich 50 Jahre, er wird im Oktober 52 Jahre … da geht es so langsam los) … was deinen Zahn angeht, da kann ich nur sagen, mir wurden Ende Mai 15 Zähne gezogen … und jetzt läuft der Zahn-Ersatz … OBEN habe ich schon Ersatz … und unten bin ich dann Ende Oktober fertig … du glaubst gar nicht, wie ich mich darauf freue … endlich wieder einmal zubeißen und kauen zu können … auch das gehört wohl zum Alter dazu (wobei das bei mir auch noch einen anderen Hintergrund hat, ist aber jetzt egal) … wir werden ALLE älter … und wenn dies die einzigen Probleme sind, dann ist das doch alles noch recht harmlos …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,

    das sind sehr wichtige, gute Gedanken… mit denen ich mich schon die längste Zeit beschäftige… da meine Mama letzte Woche bereits 81 Jahre alt geworden ist. Am liebsten möchte sie bei mir wohnen, doch ich habe selbst – mit Ende 30 nun – noch nicht einmal eine eigene Familie gegründet und wünsche mir das seit vielen Jahren so sehr… Obwohl ich selbst die mittlere von drei Kindern bin, fühle ich mich verantwortlich, weil meine Geschwister sich da eher zurückziehen… und denke sehr, sehr oft über all das nach… Ich würde gerne viel mehr für meine Mama da sein, sie auch bei mir wohnen haben… aber da kann ich mein eigenes Leben wohl hintan stellen…

    Nachdenkliche, dennoch herzliche Grüße zu dir, Elisabeth

    • Liebe Elisabeth,
      also bist du ein recht später “Nachzügler”, denn du bist doch noch gar nicht so alt … meine Eltern sind 75 und 76 Jahre alt … und meine Schwiegereltern sind 76 und 86 Jahre alt … so gerne ich auch alle VIERE habe, möchte ich doch mein eigenes Leben führen und mit meiner Familie alleine wohnen … da fahre ich lieber hin und her … zudem würde es sich bei uns auch rein platz-technisch gar nicht realisieren lassen, auch, wenn wir ein recht großes Haus haben, doch sehr architektonisch gebaut … Hauptsache ist und bleibt doch, dass wir versuchen immer für sie dazusein …, oder ?
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,
    das was du hier beschreibst finde ich sehr wichtig. Ich mache täglich die Erfahrung mit meiner guten alten Tante. Sie besteht auf ihre Selbstständigkeit, fährt noch immer mit dem Auto zum Einkaufen, was ich nicht unbedingt als prickelnd empfinde, ihr Unfall vor zwei Jahren ist noch immer in meiner Erinnerung. Ich nehme wahr, dass sie Vieles vergißt, sich einfach nicht mehr an Dinge erinnern kann. Ich stelle mir das immer mal wieder vor, wie es sein wird, wenn ich alt bin. Doch halt, das sind ja mal wieder Gedanken über ungelegte Eier. Das ist ja nicht gerade vorteilhaft. Wie icvh sehe hat jede Leserin unterschiedliche Erfahrungen gemacht.Mein Verhalten zu miener Tante ist auch ein Lernaspekt – für mich.

    Ja, du hattest mit deiner Antwort recht: es war Jochen (Maas).-

    Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende
    von Herzen
    Helmut

    • Lieber Helmut,
      ja, so ist das, mein Schwiegervater hat mit 84 Jahren – freiwillig – seinen Führerschein abgegeben … und meine Schwiegermama, wird jetzt 76 Jahre alt, fährt nur noch kurze Strecken zum Einkauf und zu Ärzten … zu gemeinsamen Treffen und Festen holt mein Mann sie ab und fährt sie wieder nach Hause … so ist das, wohl wenn man älter wird, und immer wieder kommt es zu Diskussionen, sprich, meine Schwiegermama möchte noch fahren … doch wir wohnen einige Kilometer entfernt (ca. 50 Minuten Fahrtzeit) … so eine Strecke und das dann vielleicht auch im Dunkeln, trauen wir ihr einfach nicht mehr zu … so ist das halt, wenn man schon so alt ist … und da müssen wohl beide Seiten lernen … und sich auf die Veränderungen einstellen …
      herzliche Grüße
      Doris

  • liebe doris

    bei mir ist noch kein rollentausch da sondern eher noch das gegenteil und ich kämpfe mich grade aus der rolle des kindes, das immer hilfe braucht, frei. meine mutter und ich haben schon oft geredet, was mit ihr im alter passiert. ich selber werde ihr nicht überaöö helfen können und werde auf pflegehilfen usw zurückgreifen müssen, dennoch werde ich immer versuchen für sie da zu sein.
    nicht nur, weil sie viel für mich da war und ist sondern auch weil ich möchte, dass sie sich auch im alter sicher und gut aufgehoben fühlen soll

    alles liebe von babsi

    • Liebe Babsi,
      ich weiß, doch irgendwann steht auch dir der Rollen-Tausch bevor .. gut, dass du mit deiner Mutter so offen darüber reden kannst … das war bei meinen Eltern und auch Schwiegereltern nicht so einfach … doch ich habe das Thema angesprochen … und wir sind uns einig, alles kommt so wie es kommen soll … und wir werden dann entscheiden, wenn es an der Zeit ist … und ich/wir werden versuchen, alles richtig zu entscheiden und ganz viel Zeit zu haben …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Elke:

    Das ist ein wichtiges Thema und wird in unserer Zeit immer wichtiger, obwohl es das ja nicht sein müsste. Wenn wir grundsätzlich in einer Familie mit mehreren Generationen liebevoll zusammen leben würden, dann wäre das alles keine Frage. Aber das mit dem liebevoll ist halt so ein Sache. Schon immer, nicht erst in unseren modernen Zeiten, war das Altenteil nicht unbedingt bequem gepolstert und ich fürchte, dass das auch daran liegt/lag, wie zunächst Eltern mit ihren Kindern umgehen. Wenn ich Kinder mit Härte erziehe, sie vielleicht züchtige und zu Höchstleistungen ansporne, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn das später mal auf mich zurückschlägt. Inzwischen leben wir aber sowieso in einer Zeit, in der viele Menschen nur noch an sich denken, und da werden Alte, auch die eigenen Eltern, leicht unbequem, vor allem wenn sich bei diesen dann auch noch Dinge wie Demenz und Ähnliches einstellen. Es ist schwer damit klar zu kommen und ich habe schon einiges davon in der Familie hinter mir. Ich schätze, man sollte sich immer vor Augen halten, dass man selbst irgendwann auch mal zu den Alten gehört und dann vielleicht vom Wohlwollen der eigenen Kinder abhängig wird.
    Lieben Gruß
    Elke

    • Liebe Elke,
      ganz genau, irgendwann erwischt es uns alle … das Alter … und es wäre schön, wenn wir NICHT abhängig wären …
      herzliche Grüße
      Doris

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