Heute nun mein Reisebericht Nr. 5 zur Nordeuropa 5 – Route mit der AIDAluna – Island – Ein weiteres Highlight dieser Reise war Reykjavik

Sonnenaufgang kurz vor Reykjavik

Wir hatten am Montag, den 27. Juni 2011 nachmittags den Hafen von Akureyri verlassen und nur 336 Seemeilen (622 Kilometer) bis nach Reykjavik lagen vor uns. Hierauf freuten wir uns schon ganz besonders, doch bereits abends wurde unsere Vorfreude durch die Ansage des Kapitäns gebremst. Eigentlich sollte die AIDAluna von Dienstag, dem 28. Juni 2011, ca. 14.00 Uhr bis Mittwoch, den 29. Juni 2011, 13.00 Uhr im Hafen von Reykjavik ankern, doch der Wetterbericht verhieß dem Kapitän, dass wir starken ablandigen Wind hätten und wir deshalb nicht im Hafen ankern könnten, sondern außerhalb auf Reede liegen würden und wir dann mit Tenderbooten zum Hafen gebracht würden um die geplanten Ausflüge wahrnehmen zu können. Wunderbare Ausflüge lagen vor uns, doch alles sollte anders kommen.

Denn, das Wetter wollte nicht so wie wir wollten und der Wind legte noch zu und so war auch für uns deutlich erkennbar, dass es wohl kaum möglich sein würde, dass all’ die vielen Passagiere bei diesem Wind mit Tenderbooten zum Hafen gebracht werden könnten. Tja, dann kam endlich die langersehnte Durchsage des Kapitäns in der er uns mitteilte, dass es unmöglich wäre und das wir auf gar keinen Fall Reykjavik erleben würden. Es würde schon schwierig, die 88 Gäste, die in Akureyri zur Hochlandtour aufgebrochen waren, wieder an Board zu bekommen. In einer mehrstündigen, fast dramatischen Rettungsaktion, versuchte ein Walbeobachtungsboot an die AIDAluna heranzukommen.

... Walbeobachtungsboot versucht Gäste an Board der AIDAluna zu bringen ...

Wir dümpelten den ganzen Tag vor der Hauptstadt “Reykjavik”, im Südwesten der Insel Islands, herum.

Reykjavik ... das Wahrzeichen der isländischen Metropole ist die "Hallgrimskirkja (▼) ...

Die Stimmung an Board war sehr geladen. Erst die Rettungsaktion der Passagiere lenkte dann ein wenig ab, sie begann gegen 19.00 Uhr und erst gegen 21.00 Uhr waren die Passagiere wohlbehalten – jedoch auf abenteuerlichem Weg – wieder an Board. Tja, und dann war klar, dass wir nicht nur an diesem Tag, sondern auch am nächsten Tag rein gar nichts von all’ den atemberaubenden Abenteuern, wie Geysiren, heißen Quellen, Wasserfällen, Vulkankratern – wie z.B. Eyjafjallajökull, Walbeobachtung oder das BADEN in der “Blauen Lagune” erleben. Es brodelte jetzt nicht in den Geysiren und sprudelte auch nicht in der Springquelle von Strokkur, sondern auf der AIDAluna … und es roch nach “Meuterei auf der Luna”. Denn alte “Seereise-Hasen” taten kund, dass es eigentlich kein Problem hätte sein dürfen, dass wir im Hafen ankern. Da sollten wohl Liegegebühren eingespart werden und das auf Kosten der Passagiere. Nun, wurde da etwa kräftig Seemannsgarn gesponnen ? Eine grosse Welle der Unzufriedenheit schwappte über Bord der Luna … und ein weiterer ungeplanter Seetag lag vor uns.

Der Kapitän verklickerte uns dann am Mittwoch-Vormittag, dass wir nun noch etwas vor Reykjavik kreuzen würden um dann wie geplant nach Schottland, Invergorden, aufzubrechen. Er versuchte den Passagieren den Wind aus den Segeln zu nehmen, in dem er nochmals auf die Sicherheit der Passagiere ansprach, was ja jedem verständlich war und einleuchtete … und, dass es um 11.00 Uhr “Freibier und Bratwurst – für ALLE” auf dem Sonnendeck gibt. Prima, denn ab 12.00 Uhr öffnete das erste Restaurant zum Mittagessen.

... herum - dümpeln vor Reykjavik ...

Zu gerne hätten wir all’ die wunderschönen Natur-Schauspiele erlebt … und nur zu gerne hätte ich euch mit entsprechenden Fotos daran teilhaben lassen. Doch, so ist es nun einmal …  wir sollen diese wohl auch erst im 2. Anlauf erleben dürfen. Ich für meinen Teil sag’ mir immer: “Alles im Leben hat einen Sinn”, so auch das – und Island ist einfach eine weitere Reise wert …  So verbrachten wir diesen unvorhergesehenen Seetag – bei Gott sei Dank – schönem Wetter, mit Sonnenschein, auf Deck … mal hier und mal da …

... kuriose Felsen ... mal etwas Anderes ...

als “nur”

... Wolken und Meer ... vor Island ...

klar, es war dennoch ein sehr schöner und erholsamer Tag … und dann machten wir uns, wie geplant, auf den Weg nach Schottland.

... auf dem Weg nach Schottland ... Deck 11 ... AIDAluna ...

... auf dem Weg nach Schottland ... Deck 11 ... AIDAluna ...

Invergorden … ein weiterer Seetag lag vor uns … und wir freuten uns darauf mal wieder Land unter die Füße zu bekommen. Was wir in Invergorden erleben durften, dazu mehr in meinem nächsten Reisebericht.

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  • Erst mal wird mir schon schlecht beim Lesen, wenn du von “dümpeln” schreibst und ich an den Seegang denke :-) Zum zweiten finde ich die Entschädigung in Form von Freibier und Bratwurst schlicht weg eine Unverschämtheit. Der Kapitän hätte sich wirklich etwas Anderes einfallen lassen können. Ich glaube, ich wäre unter der Gruppe der Meuterer gewesen. Aber es nützt ja nichts, ändern hättet ihr es sowieso nicht gekonnt, also abwarten und Tee trinken ähhhhmmm fotografieren. :-)

    • Liebe Ute,
      tja, hätte er bestimmt auch gerne, doch alles was für die 14-tägige Reise an Speisen und Getränken benötigt wird, wird ja bereits in HH an Board geladen. Soweit ich weiß werden nur bestimmte Extras, wie z.B. Hummer an bestimmten Häfen zusätzlich eingekauft. Du siehst, ich gehörte nicht zur Gruppe der Meuterer, es machte mich jedoch etwas sehr wehmütig all’ die wunderbaren Naturereignisse nicht erleben zu dürfen. Auf das Baden in der Blauen Lagune hatte ich mich auch riesig gefreut. Doch irgendwann wird auch dies sicher noch in Erfüllung gehen und ich werde hier einige Fotos präsentieren können. Alles zu seiner Zeit.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Und ich hatte eine echte Revolte erwartet!!!
    Lach..
    Aber das ist ja echt dumm gelaufen. Schade drum!

    Und Freibier – was ich sowieso nicht trinke, also Bier und Bratwurst – also, das ist ja wohl ne Frechheit der Sonderklasse.
    Und das eine Stunde vor dem normalen Mittagessen, ich fasse es nicht. Das kommt ja schon nah an Verar….ung.
    Allerdings hast du Recht, zu sagen, auch das hatte seinen Sinn, ich meine nicht das Freibier, sondern Island insgesamt.
    Deine Fotos sind wieder wundervoll und einzigartig.

    • Liebe minibar,
      du – da hat es wirklich gebrodelt … und ich hatte schon die Befürchtung, dass wir dort an Board einen Vulkan-Ausbruch erleben werden *g* … Was das Freibier … angeht … s. a. Antwort an Ute … und irgendwie wollte und musste er letztlich die brodelnden Gemüter ja beruhigen. Was die Fotos angeht … na ja, jede Menge Wasser, Sonne, Meer … die Island-Fotos wären mir schon sehr recht gewesen …
      Herzliche Grüße
      Doris

  • So eine Reise möchte ich auch mal unternehmen ! Würde die nordischen Länder vorziehen. Lieber eine Windjacke anziehen als im Schatten mit Fächer!
    L.G.
    Betty Jones

    • Liebe Betty,
      da sind wir uns ja vollkommen einig … mir ist es so auch viel lieber … auch, wenn ich die Sonne sehr mag, doch die kann ja auch bei den Temperaturen, die da oben herrschen, im Sommer und Winter, sehr angenehm und schön sein. Lass’ es mich wissen, wenn du deine Reise antritts … vielleicht komme ich ja mit.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Sue:

    Oh, wie schade. Ich glaube ich hätte mich schwarz geärgert, doch Du hast Recht – man kann es eh nicht ändern und so muss man das Beste aus den 2 Tagen vor Land machen. Freibier und Bratwurst um 11.00 Uhr Vormittag als Entschädigung empfinde ich allerdings als einen schlechten Witz!!! Deine Fotos sind trotzdem wieder wunderschön geworden.

    LG Susanne

    • Liebe Susanne,
      nee, auch wenn es wirklich total schade ist, bloss nicht ärgern … mit so etwas muss man bei Seereisen einfach rechnen bzw. muss man wissen, dass so etwas passieren kann und man dann einfach nix daran ändern kann … und es gelassen hinnehmen muss. Die über 2.000 Passagiere, die diese Reise vor uns gemacht haben, die hatten gar 14 Tage lang sehr schlechtes Wetter … und daran kann wirklich keiner was ändern, weder die Passagiere, noch der Kapitän … höchstens der Wetterfrosch … *g* …
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Egal wie es gelaufen ist, was passiert ist, deine Fotos sind so schön, das überwigt doch und kleine Mängel sind schnell vergessen.
    Ich freue mich immer an den schönen Dingen, das Negative wird ausgeklammert…das geht!!

    Herzlichst ♥ Marianne

    • Liebe Marianne,
      da bin ich voll bei dir … und damit geht es auch mir sehr viel besser … letztlich kommt es immer auch auf unser selber an, und was wir daraus machen. Danke dir.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,
    das Bild von dem Sonnenaufgang und den aufpeitschenden Wellen ist wunderschön! In solchen Situationen denke ich oft, schlepp’ doch nicht immer die Kamera mit dir herum. Am Ende verpaßt du bei der ganzen Knipserei das Schönste. Aber wenn man das einmal so festgehalten hat wie du, dann kann mich sich noch oft daran erfreuen.

    Alles Liebe, Emily

    • Liebe Emily,
      ja, so habe ich vor einiger Zeit auch gedacht, doch dann habe ich die Kamera meiner Tochter einmal ausprobiert und habe so viel Freude am Fotografieren entdeckt, dass ich gar nicht mehr anders kann … es ist fast wie eine Sucht. Doch ich knipsel ja auch nicht ständig herum … es gibt ganz viele schöne Momente, die ich nicht fotografisch per Kamera festhalte, sondern in meinem fotografischen Gedächtnis und in meinem Herzen und der Seele. Bei allen Aufnahmen habe ich viel Freude, ich sehe eine Landschaft, einen bestimmten Ausschnitt und erkenne verschiedene Licht-Einfälle etc. und dann geht es eigentlich alles recht schnell … auslösen … und dann widme ich mich wieder dem Prinzip eintauchen, im Moment versinken und geschehen lassen und sauge diese Momente wie ein Schwamm in mir auf … und dabei stört mich die Kamera, die um meinen Hals hängt kein bisschen … *g* … Deshalb brauche ich eigentlich auch gar keine Fotos zu schießen, doch es macht mir halt auch eine riesen grosse Freude mir gelegentlich einmal die Fotos anzusehen … und diese Aufnahmen auch mit anderen zu teilen … und letztlich, was wäre ein Reisebericht ohne Fotos?
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Schade für euch, aber Sicherheit geht vor. Stell Dir vor, es wäre was passiert. Dennoch hätte ich euch den Ausflug bzw. die Stadt von ganzem Herzen gegönnt.
    Nun warte ich auf die Fortsetzung.
    Wunderschöne Fotos, die Morgen- und Abendstimmung gefällt mir besonders gut.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • DorisK:

      Liebe Kerstin,
      genau so ist es ! Und erst das Baden in der Blauen Lagune … na ja, ein anderes Mal …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Och wie schade, liebe Doris, diese Highlights zu verpassen.
    Aber was soll man machen, nicht wahr?
    Die Sicherheit geht vor. Wenn was passiert wäre, dann hätten auch alle gemoppert, das hätten die doch wissen müssen, dass es zu gefährlich ist.
    Ich denke, ihr werdet das Beste draus gemacht haben, so wie ich dich einschätze. Und wer weiß, vielleicht ist es ja doch noch mal ein Grund, dorthin zu fahren. :-)

    Liebe Grüße,
    Martina

    • DorisK:

      Liebe Martina,
      so ist es … irgendwie wird immer gerne “gemoppert” … und ja, wir haben das Beste daraus gemacht! Schottland ist sicher noch einmal eine weitere Reise wert … irgendwann … wir werden sehen … alles zu seiner Zeit …
      herzliche Grüße
      Doris

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