Sorglos … glücklich sein …

Als hätte das Schicksal sich gegen in verschworen, so verlor ein reicher Bankkaufmann in kurzer Zeit seine Frau durch einen Autounfall, sein Haus durch einen Erdrutsch, sein Vermögen durch einen ungetreuen Geschäftspartner und seine Freiheit, weil er den Polizeipräsidenten massiv beleidigt hatte wegen der polizeilichen Unfähigkeit, den flüchtigen Teilhaber zu finden.

In seiner Zelle jedoch schien er wie verwandelt zu sein. Seine Wut war verschwunden. Er wirkte ausgeglichen und war anscheinend ganz zufrieden.

“Was ist bloß los mit dir?”, fragte der Wärter ihn eines Tages. “Ich habe den Eindruck, dass du dich hier wohlfühst. Was ist der Grund dafür, dass du, wie es scheint, ganz glücklich bist?”

“Warum sollte ich nicht glücklich sein?”, lachte der ehemaliger Bankier, “ich habe doch nichts mehr zu verlieren!”

- von Norbert Lechleitner, Auf den Flügeln der Sehnsucht -

In diesem Sinne wünsche ich dir einen glücklichen und sorglosen Donnerstag.

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  • Liebe Doris,

    da hast Du wieder eine sehr schöne Geschichte für uns aufgeschrieben. Wie wahr sie doch ist…

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag!

    Ganz liebe Grüße
    Heidi

    • Liebe Heidi,

      sehr gerne, ich fand die Geschichte einfach so “zu”-treffend … hab’ auch du noch einen schönen Donnerstag …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,

    “nichts zu verlieren”, da fällt mir eine kleine Geschichte ein, die ich gestern in den Tiefen meines Laptops fand, als ich Material für meinen “Besitz”-Artikel suchte. Sie stammt von Gottlieb Conrad Pfeffel:

    Die Biene ließ den Schmetterling
    Einst ihre fetten Speicher sehen.
    „Schön“, rief der bunte Gast, „doch muss ich dir gestehen,
    Ich tausche nicht mir dir.“ – „Warum nicht, dummes Ding,
    Was hast denn du? Lass sehn, wir wollen inventieren:
    Ich hab ein volles Haus …“ – „… und ich – nichts zu verlieren.“

    Alles Liebe,
    Jürgen

    • Lieber Jürgen,
      was du so schönes in den “Tiefen” deines Laptops findest … sehr schöne Ergänzung … DANKE dir …
      von Herzen
      Doris

  • Liebe Doris, mmh-also mal ehrlich??? Muss ich mir erst mein ganzes Leben zerstören, um endlich glücklich zu sein??? NEIN, definitiv nicht:-)ABER, es ist manchmal wirklich leichter, loszulassen, nicht immer die Kontrolle haben zu wollen, so wenig wie möglich Verpflichtungen zu haben…Das entspannt ungemein… Herzlichste Grüsse Andrea

    • Liebe Andrea,
      dieser Bankier hat sich sein Leben nicht selbst “zer”stört, sondern es wurde ihm so vom Schicksal vorgegeben … und erst dadurch wurde ihm wohl bewusst, wie schön das LEBEN sein kann, ganz ohne Verpflichtungen und vorallem ganz ohne die Angst etwas zu “VERLIEREN”, denn er hatte wirklich nix mehr zu verlieren … außer sein Leben … vielleicht war er deshalb so glücklich und zufrieden … und das in einer Zelle …
      Mir gefiel die Geschichte genau deshalb so GUT … 2007 erfuhr ich, dass ich Brust-Krebs habe … und dann fängst du wirklich an, dir Gedanken zu machen, über das was du verlierst, oder verlieren kannst …
      Ich habe es überlebt … und das WICHTIGSTE ist … LEBEN … und das tue ich … HIER und JETZT …
      von Herzen
      Doris

  • Eine gute Erfahrung, die ich dennoch unter diesen Umständen nicht machen möchte. Sorglos glücklich wollen wir doch alle sein, so lebt es sich leichter. Vielleicht sollten wir auch zufriedener werden und uns nicht immer nur nach Neuerem und Schönerem sehnen.
    Hab einen netten Tag, liebe Grüße von Kerstin.

    • Liebe Kerstin,
      ja, das unterschreibe ich … mehr dazu in meinem “Antwort-Kommentar” zu Andrea, da ich mich hier nicht wiederholen möchte. Nur eins noch, ja, ich möchte gerne sorglos glücklich sein … und ich bin sehr glücklich und zufrieden, ohne mich nach Neuerem und Schönerem zu sehnen … ich bin glücklich und zufrieden … hier zuhause, deshalb bin ich auch nicht – mit meinen Lieben – in die Türkei geflogen … vor allem bin ich glücklich, dass ich LEBE und das so gut … auch wenn ich immer noch die Folgen der Chemo und Bestrahlung “ausbade” … dennoch bin ich einfach nur froh und glücklich, dass ich den Krebs überwunden habe … meiner Nachbarin ist dies – leider – nicht geglückt, wie ich am Montag erst erfuhr … der Krebs ist zurückgekehrt … und sie kämpft jetzt um ihr LEBEN … das nimmt mich sehr mit … neben all’ meinen Zahn-Restaurationen und meinen Magen-Darm-Problemchen … ist das wirklich nur ein klitzekleiner Klacks … und wenn ich es entscheiden dürfte, dann würde ich mich für die “Zelle” entscheiden … Hauptsache ich könnte weiter LEBEN … SORRY, ich bin momentan sehr angeschlagen … es nimmt mich einfach zu sehr mit … und, wir haben doch nichts mehr zu verlieren, außer unser Leben …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris, das hiesse ja, dass wir das Leben leben müssen, das uns vom Schicksal bestimmt ist. Ich mag so nicht denken; ohne irgendjemandem zu nahe zu treten, glaube ich an das Gesetz der Anziehung und ich frage mich eher, was hat dieser Mann ausgesendet, um z.B. einen Geschäftspartner anzuzuziehen, der ihn betrügt…

    Ich glaube, dass wir uns viel Situationen selber kreieren, bewusst oder unbewusst…und ich weiss, dass das jetzt eine heikle Ansicht ist gegenüber jemandem, der eine solche Krankheit wie Du hatte… allerdings: Du hast sie überstanden, ich nehme an, Du hast einiges in Deinem Leben verändert, um das zu schaffen und da bin ich voller Bewunderung und Freude für Dich…aber das führt jetzt hier zu weit. Ich bleibe lieber bei dem Beispiel der Geschichte… meine Meinung: Wenn ich erst glücklich sein kann, weil ich nichts mehr zu verlieren habe, dann habe ich einiges falsch gemacht in meinem Leben…

    Ich hoffe, Deine Zähne lassen Dich zur Ruhe kommen und Du hast es bald hinter Dir und sorry, dass ich nochmal “wiederspreche”;-) Alles Liebe Andrea

    • Liebe Andrea,
      da stimme ich dir voll und ganz zu, ich habe es auch gelernt, nach dem “Gesetzt der Anziehung zu leben” und ich reite wirklich nicht gerne auf meinen “alten” Erfahrungen herum … doch jeder Mensch ist anders … und jeder erlebt seine Erfahrungen oder sein Schicksal anders … der Eine kann damit eher umgehen und der Andere braucht vielleicht weitere “Schicksale” um daraus zu lernen … ich mag darüber nicht urteilen … weil ich – genau wie du – denke, dass wir uns unser Leben selbst kreiren … ja, ich glaube daran, dass wir uns unsere “SEELEN-Aufgaben” selbst aussuchen … und uns in jedem “SEELEN-Leben” neuen Herausforderungen “selbst” stellen … weil ich das weiß, kann ich vielleicht damit besser umgehen … und vielleicht eben auch dieser Bankier ? … und auch du … und deshalb müssen wir auch nicht erst ALLES verlieren … um glücklich zu sein …
      Im übrigen musst DU dicht NICHT entschuldigen … gerade diese Dialoge machen doch das LEBEN erst aus … und ich freue mich sehr darüber … und ich glaube, dass DU und auch ICH auf dem richtigen WEG sind …
      und DANKE für deine lieben Wünsche … auch was meine Zähne angeht … bin ich – JETZT – auf dem richtigen Weg … und alles ist GUT … und läuft jetzt richtig …
      … und ich habe NIX mehr zu verlieren, außer mein LEBEN … doch ich weiß jetzt, dass ich mindestens 100 Jahre alt werde …
      von Herzen
      Doris

      P.S. Und wir “müssen” unser LEBEN nicht leben müssen … wir sollten es einfach nur genießen … und zwar jeden Tag auf’s NEUE ! Carpe Diem.

  • Hallo Doris,
    das ist wirklich eine schöne, nachdenkliche Geschichte. Ich wünsche Dir auch einen glücklichen und sorglosen Tag, aber nicht unter den Umständen, wie in der Geschichte beschrieben ;O).

    LG Susanne

    • Liebe Susanne,

      danke dir für deine lieben Wünsche … die nicht so sorglosen Tage habe ich schon hinter mir …
      und jetzt blicke ich nur noch voller positiver Lebensfreude in jeden neuen Tag … und solch’ lebensfreudige Tage wünsche ich auch dir … und dazu sollte diese Geschichte anregen …
      von Herzen
      Doris

  • moin doris,
    beim focus gibt es einen test zur sache:
    *Zufriedenheit ist Charaktersache*

    zufriedenheit ist in der heutigen gesellschaft nicht trendy…
    ich werd belächelt oder es wird mir bequemlichkeit unterstellt, die aussage:
    “ich bin zufrieden,”
    kommt nicht gut an.
    *ggg* ich bin es trotzdem…

    die geschichte von dem fischer am hafen müsste ich nochmals heraussuchen…
    nicht getrieben zu sein von erfolg, ansehen, reichtum und somit auch keine ängste all das zu verlieren.
    sei lieb gegrüsst!
    kelly

    • Liebe Kelly,
      da werde ich mal beim Focus nachlesen … behalte dir deine Zufriedenheit und deinen Charakter … und lass’ die Anderen weiterlächeln … Danke dir …
      herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris!
    Eine gute Geschichte, die mich zum Nachdenken anregt. Ich lese gerade dieses Buch:
    http://www.amazon.de/Hectors-Reise-oder-Suche-Gl%C3%BCck/dp/3492045286/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1281080239&sr=1-1
    Das passt auch zum Deinem Thema.
    Hector sammelt so seine Erkenntnisse zum Thema Glück: Mir gefällt eine davon besonders gut:
    ” Es ist ein Irrtum zu glauben, Glück wäre das Ziel. ”
    Vielleicht jetzt ohne das Buch zu kennen nicht verständlich, was er damit meint ?
    Es geht darum zu erkennen, dass ich nicht das Glück finde, wenn ich nach dem Motto lebe: Wenn ich das und das habe, erlebe. . . dann, ja dann bin ich glücklich. . .
    Leider gibt es solche Menschen, die erst ganz unten ankommen müssen, um im warsten Sinne des Wortes ihrem Lebenssinn auf den Grund zu kommen.
    Ich wünsche Dir und mir und uns allen, dass die Tiefen des Lebens nicht mer so tief werden müssen, dass wir wach sind und bleiben und unseren Weg erkennen dürfen und ihn auch freudig, mutig, liebevoll, geduldig und hoffnungsvoll gehen können.
    Alles Liebe von:
    Beate

    • Liebe Beate,
      DANKE dir für diesen Buch-Tipp, den habe ich jetzt einmal auf meiner Wunsch-Liste notiert … ja, es passt sehr gut zum Thema … und ich war auch schon einmal in einer Lebens-Situation in der ich – ganz plötzlich – erfuhr wie schön und wertvoll das LEBEN ist … und bin diesem dann auf den Grund gegangen … und seit her gehe ich meinen Lebensweg auch viel liebevoller, hoffnungsvoller, mutiger und geduldiger … DANKE dir auch für diese tiefen Gedanken …
      von Herzen … und weiterhin gute Besserung …
      Doris

  • Humor ist, wenn man trotzdem lacht….

    Guten Morgen liebe Doris,
    dennoch möchte ich nicht tauschen.
    Wenn man erst alles verlieren muss, um festzustellen, dass man glücklich sein kann…..

    Aber die Geschichte man nachdenklich.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, liebe Grüße
    Katinka

    • Liebe Katinka,
      … damit möchte man wirklich nicht unbedingt tauschen … es gibt im Leben verschiedene Möglichkeiten … und sicher ist es angenehmer und schöner, wenn man nicht erst ALLES verlieren muss um festzustellen, dass man auch mit WENIGER glücklich sein kann …
      herzliche Grüße
      Doris

    • Liebe Kelly,

      wie schön … DANKE dir für diese wunderschöne Geschichte von “Heinrich Böll” … ich kannte sie schon aus einer Power-Point-Präsentation … und sie JETZT zu LESEN … war richtig schön …
      DANKE … ;)
      Doris

  • Oha, der ist ja schon fast wie Hiob.

    Ich hoffe, so ein Absturz bleibt mir erspart.
    Wie heißt es? Der hoch steigt, kann tief fallen.

  • Liebe minibar,
    ich find’ die Geschichte nicht Hiob … eher berreichernd … dennoch ist es sicher angenehmer, wenn man einen solchen Absturz nicht erleben muss …
    Gerade eben war ich auf deinem Blog und wollte dir einen Kommentar hinterlassen, doch die Kommentare lassen sich nicht öffnen … da versuche ich es nächste Woche noch einmal …
    Herzliche Grüße
    Doris

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