Morgen ist es wieder soweit, der 1. Advent steht an – und wir können fröhlich einstimmen in: “Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.”

Für viele Menschen ist die Adventszeit die schönste Zeit im Jahr und sie beginnt mit dem Anzünden der 1. Kerze des Adventskranzes. Möchtest du mehr über die Symbolik des Adventskranzes und seinen Ursprung erfahren? Dann …

Der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808 – 1881) gilt als “Erfinder”. Vielleicht hat er auf andere, ältere Traditionen zurückgegriffen, aber über ihn hat der Adventskranz seine Berühmtheit erlangt.

Mit drei Jungen begann die soziale Arbeit Wicherns, Ende Oktober 1833, in einem alten Bauernhaus in Hamburg, das unter dem Namen der alten Besitzer “Ruhges Haus” (=Rauhes Haus) bekannt war und ihm von einem Senator zur Verfügung gestellt wurde. Bereits Ende des Jahres hatte er 14 verkommene und heimatlose Jungen im Alter von 5 bis 18 Jahren in seinem Haus aufgenommen und ihnen eine neue Heimat gegeben.

Er feierte natürlich auch den Advent mit seinen Jungs. Damals gab es noch nicht so viele Adventssymbole wie heute. Zunächst feierte er den Advent so, dass sie mittags eine kurze Andacht hielten. Am Abend sangen sie gemeinsam Adventslieder und er las ihnen eine der vielen biblischen Verheißungen über Jesu Kommen vor.

1839 befestigte er auf einem Holzrad 4 große weiße Kerzen für die einzelnen Adventssonntage und 19 rote Kerzen für jeden einzelnen Wochentag vom ersten Advent an bis zum Heiligen Abend. Da es jedes Jahr unterschiedlich viele Tage bis zum Heiligen Abend gibt, ist die Anzahl der roten Kerzen unterschiedlich.  1851 schmückten sie den Versammlungsraum im Rauhen Haus im Advent mit Tannengrün und von 1860 an wurde das Holzrad mit Tannengrün geschmückt.

Die Symbolik des Adventskranzes:

Kränze gelten seit alters her und in vielen Kulturen als Zeichen des Sieges. So will auch der Grabkranz nichts anderes als ein Zeichen des Sieges Jesu Christi über die Macht des Todes sein.  Der Adventskranz bringt dieses Siegeszeichen, in einer dunklen und tristen Jahreszeit, in der in der Natur alles abstirbt, in unsere Häuser. Das Grün der Tannenzweige ist nicht nur ein Zeichen der Hoffnung, sondern symbolisiert zugleich das Leben. Die Kerzen und Lichter weisen auf den hin, der von sich behauptet: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umher irren, sondern folgt dem Licht, das ihn zum Leben führt.” Joh 8,12  Die Farbe Rot steht für die Liebe, speziell für die Liebe Gottes, die er uns in Jesus Christus zuteil werden lässt.

Und was bedeutet die Übertragung der Symbolik des Adventskranzes für dich? Hast du einen traditionellen Adventskranz, oder haben deine Kerzen eine andere Farbe? Oder magst du gar keine traditionellen Symbole ?

Wie auch immer du den Advent feierst, ich wünsche dir eine schöne Zeit und einen schönen 1. Advent.

Kennst du die Geschichte von den vier Kerzen? ? Frieden – Vertrauen – Liebe – Zuversicht ?

P.S. Dori hat in ihrem Chakra-Blog auch einen sehr schönen Artikel zum Advent verfasst.

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  • GZi:

    Liebe Doris Dir auch einen schönen ersten Advent! Hier ist es ziemlich eiskalt, aber die Sonne strahlt und alles glitzert – alles andere als “dunkle Jahreszeit” heute ;-)
    Wir haben keinen Kranz, sondern ein Gesteck mit einer dicken roten Kerze auf einer Baumwurzel, die habe ich von meiner Großmutter übernommen. Ich denke, die Baumwurzeln haben auch das Leben symbolisiert… In der Küche habe ich 4 Kerzen auf einem Tablett mit Tanne und Deko angeordnet. Im Esszimmer haben wir eine Glasplatte mit einer roten Kerze. ich wünshe Dir auch eine schön Adventszeit und Muße, sie auch besinnlich zu begehen!

    • Liebe Gesa,
      hier ist es auch arg kalt, doch die Sonne hat uns am Wochenende verwöhnt und Licht in die dunkle Jahreszeit gebracht. Bei dir sieht es sehr weihnachtllich aus. Schön, dass die Baumwurzel dich an deine Großmutter erinnert und ja, sie symbolisiert auch für mich Leben. Ich mag alte Erinnerungsstücke auch sehr gerne. Bei mir ist es eine alte, bernsteinfarbene Glasschüssel von meiner Oma, in der ich sehr gerne Weihnachtsgebäck serviere. Das 1. Adventswochenende war sehr schön, gemütlich und besinnlich.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Jouir la vie:

    Die Zeit des Advent mag ich lieber, als das eigentliche Weihnachten. Es ist so irgendwie ähnlich der Überlieferung ein warten auf etwas, das sich für jeden wohl ein bisschen anders definiert…

    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

    • Lieber Kvelli,
      ich mag beides, allerdings mag ich keinen Vorweihnachtstrubel und die Kommerzialisierung der Feste, sei es nun Weihnachten oder auch Ostern, stößt mich ab. Ich stimme dir zu, jeder definiert es ein bisschen anders … und es kommt eben darauf an, was man selbst daraus macht … An Heilig Abend gemütlich mit der ganzen Familie zusammen zu sein und das ohne viele Geschenke, das mag ich sehr, zumal wir noch mit beiden Großelternpaaren feiern können.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Hallo Doris!
    Im Buddhismus ist Advent=Weihnachten kein Thema. Wir akzeptieren und respektieren diesen Brauch. Für meine Eltern war es eine Umstellung. Diese Erfahrung teilen viele Buddhisten. Wenn ich Dekorationen in den Strassen und Fenster sehe, kommen angenehme Gefühle in mein Herz! Dabei bleibt es aber auch. Freue mich aber über andere Menschen die mit Herz und viel Liebe diese Zeit geniessen.
    Mit diesen Gedanken einen schönen 1. Advent!
    Mrs. Jones

    • Liebe Mrs. Jones,
      das ist sicherlich eine Umstellung und so ist es sehr schön, im Herzen angenehme Gefühle zu haben und sich an Momente zu erinnern und sich an den Menschen, die diese Zeit so geniessen, zu erfreuen.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,
    herzlichen DANK für deinen wunderschönen Eintrag zum 1. Advent. Er hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich wähle beim Adventskranz immer tradionrll rote Kerzen. Es ist mir sehr wichtig, daß mich jedes Jahr ein Adventskranz durch die Vorweihnachtszeit begleitet. Und da gibt es auch bestimmte Rituale. Schon beim Frühstück zünde ich die Kerzen an.
    Von der Weihnachtsbäckerei im Elsass bekamen wir eine bunte Mischung mit nach Hause. Ich werde morgen meiner Tante welche bringen. Gemeinsam werden wir im Schein einer Kerze Advent feiern.

    Einen schönen ersten Advent wünsche ich euch.

    Salut
    Helmut
    P.S. Heute waren wir im Nachbarort in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule zum Kochen.

    • Lieber Helmut,
      auch ich habe lange Zeit die traditionelle Farbe verwendet, doch dann habe ich auch schon einmal organge gefärbte Kerzen verwendet. In diesem Jahr hat sich meine Tochter lila farbene Weihnachtsdeko gewünscht und so kommt in diesem Jahr die alte Deko meiner Mutter zum Einsatz. Ich wünsche dir und deiner Tante ein schönes und besinnliches Beisammensein und eine schöne Adventszeit.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Wir schmücken Tannenzweige aus dem Garten, haben Kerzen an und machen es uns gemütlich und besinnlich.
    Hab du auch einen schönen 1. Advent.

    Herzliche Grüße
    Anna-Lena

  • Ich könnte die Besinnlichkeit auch im Sommer genießen.
    Warum nur immer in der kalten Jahreszeit.
    Ich wünsche dir einen schönen 1. Advent und liebe Grüße

    Marianne ?

    • Da hast du vollkommen recht, liebe Marianne, auch im Sommer können wir Besinnlichkeit geniessen. In der kalten Jahreszeit kommt wohl dass “es sich kuschelig machen” dazu.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,
    ich möchte Dir auch einen wunderschönen 1.Advent wünschen.
    Geniesst den Tag und lasst in den nächsten Wochen
    möglichst wenig Unruhe aufkommen.
    Adventszeit soll eine besinnliche Zeit sein.
    Du hast es mit deinem Artikel genau erfasst.

    Ganz liebe Grüsse CoolPic

    • Liebe Coolpic,
      das ist mir auch sehr wichtig, und seit einigen Jahren lebe ich auch danach und geniesse diese Zeit ohne Hektik und Vor-Weihnachtstrubel.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Anne:

    Jedes Jahr hoffe ich auf’s Neue die “staade Zeit” möge denn auch eine solche werden. Viel zu oft lässt man sich dazu hinreissen gerade die Wochen vor Weihnachten in noch mehr Hektik und Alltagsstress zu verfallen. Und die Tage um Weihnachten herum sind laut Statistik die Tage, an denen am meisten gestritten wird und die größten Familienstreitigkeiten ihren Anfang nehmen. Vermutlich deswegen, weil man an die Weihnachtszeit eine dermaßen hohe Erwartungshaltung in Bezug auf Harmonie und Frieden hat, dass keiner ihr Stand halten kann.

    In diesem Sinne… einen schönen und gemütlichen Advent.

    LG, Anne

    • Liebe Anne,
      traurig, doch wohl wirklich wahr … und auch ich habe den Eindruck, dass es jedes Jahr schlimmer wird und dies nicht nur in Bezug auf die hohe Erwartungshaltung auf Harmonie und Frieden, sondern auch in Bezug auf die Geschenke … doch wir können da ausbrechen und es wieder zu dem machen, was es einmal war, auch wenn dies nicht immer ganz einfach ist.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Du hast dir ja sehr viel Mühe gemacht, mit deinem Beitrag zum Adventskranz. Sehr interessant. Ich wünsche dir einen schönen ersten Advent, lg aNette

    • Liebe Anne,
      es macht mir Freude mich mit den Hintergründen und Ursprüngen zu beschäftigen, denn dadurch fällt es mir immer leichter, mich dem ganzen Vor-Weihnachtstrubel zu entziehen und dadurch die Adventszeit wirklich besinnlich zu leben.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Dori:

    Liebe Doris,

    danke für diesen schönen Beitrag über die alten Bräuche – denn das ist der Advent für mich.
    In diesem Jahr möchte ich mich ganz bewusst dafür entscheiden, eine schöne, friedliche und stressfreie Adventszeit zu verbringen mit meinen Lieben und Alltagsstreß und Vorweihnachtshektik gar nicht erst zulassen.

    Ich wünsche Dir einen friedlichen 1. Adventssonntag,
    alles Liebe von Dori

    • Liebe Dori,
      und ich danke dir, für deinen schönen Beitrag, den du veröffentlicht hast. Ich glaube, es werden immer mehr Menschen, die sich so entscheiden, wie du und ich … und so kann es ja nur eine schöne Adventszeit werden …
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Wir hatten heute morgen eine schöne Advents-Messe.
    Und nun hier auch den Advent im Haus.
    Ich habe keinen typischen runden Kranz.
    Aber eine runde flache Schale, auf der eine Art Kranz ist, natürlich auch Tannenzweige.
    Außerdem haben wir einen schönen kleinen Spaziergang unternommen, es war herrlich kalt, und die Sonne schien. So richtig Winter…

    • Liebe Barbara,
      ja, nun ist er da, der Winter und da freut man sich dann richtig auf ein gemütliches und warmes einkehren im weihnachtlich geschmückten Heim. Auch ich habe keinen typischen Adventskranz mehr, ich mag es halt eher schlicht, ohne viel Schnick-Schnack.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Liebe Doris,

    es ist sehr schön, von Dir zu erfahren, woher dieser nicht wegdenkbare Brauch herkommt. Danke für diese lebhaften Streifzug durch die Adventskranzhistorie.

    Und ganz besonderen Dank für die Geschichte der vier Kerzen.
    Schön, dass die Zuversicht nicht “aus geht”,
    und dass man mit ihr den Frieden, das Vertrauen und die Liebe
    neu “anzünden” kann.

    Einen schönen Ersten Advent noch,
    liebe Grüße,
    Ulf

    • Lieber Ulf,
      es freut mich, dass es mir so “lebhaft” gelungen ist, ich dachte ja, dass es vielleicht etwas zu trocken aufgenommen wird. Die Geschichte von den vier Kerzen mag ich jedes Jahr auf’s Neue gerne hören … gerade wegen der “Zuversicht”, die nie ausgeht, denn diese ist ja auch gleichzusetzen mit Hoffnung, Optimismus und Lichtblick.
      Herzliche Grüße
      Doris

  • Die Geschichte mit den 4 Kerzen kannte ich schon und man kann sie eigentlich immer wieder lesen. Für mich ist die Adventszeit auch eine ganz besondere Zeit und auch ich mag die Adventszeit eigentlich viel lieber als das Weihnachtsfest selbst. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine besinnlich, schöne Adventszeit
    LG Susanne

    • Liebe Sue,
      die Vorfreude ist auch m.E. die schönste Freude … und die Vorfreude der Kinder gehört für mich zu den Schönsten …
      Herzliche Grüße
      Doris

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